DIY: Den Wald in den eigenen vier Wänden

Donnerstag, 11. Juni 2015

Ich bin vor kurzem auf eine wirklich tolle DIY Seite gestoßen, die wirklich tolle Ideen rund um die Verschönerung des eigenen Heims hat: Auf bauen.de unter der Kategorie Wohnen gibt es wirklich viele Ideen, die ich noch gar nicht kannte, aber auch praktische Tipps wie man beispielsweise einen Marder aus dem Haus bekommt. Ich habe mir nun eine rausgepickt die ich euch nun näher bringen möchte:

Eine grüne Wand in der eigenen Wohnung

Man findet von der Anleitung über Düngertipps bis hin zur Variation als Bilderrahmen für Sukkulenten alles Wissenswerte und es bleibt wirklich keine Frage offen.

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Ausschnitt der „Mur Végétal“ im KulturKaufhaus Dussmann, Berlin. Foto: Dussmann.
Den Ursprung dieser Idee finden wir bei dem französischen Botaniker Patrick Blanc der in den 70ern, während eines Thailandurlaubs, bemerkte, wie die Pflanzen an den Felswänden wuchsen. Daraufhin entwickelte er seine "murs végétaux" - Fassadenbegrünung, die man noch heute im KulturKaufhaus Dussmann in Berlin bewundern darf.


Nun kommen wir zum Aufbau und Funktion der grünen Wand.


"Eine Fassadenbegrünung an der Außenseite der Hauswand funktioniert etwas anders als die Wandbegrünung im Inneren. An der Außenwand ranken Kletterpflanzen selbstständig mit ihren Saugnäpfen nebeneinander auf der rauen Oberfläche der Hauswand in die Höhe. Bei der Wandbegrünung in Innenräumen werden hingegen viele „normale“ Zimmerpflanzen über- und nebeneinander in speziellen Systemen angepflanzt." 
Man füllt die Vorrichtung, zb. ein Drahtgestell, mit Erde oder Substrat und bepflanzt sie dann mit den Pflanzen, die man gerne hätte. Wichtig ist eine wasserdichte Dämmschicht zwischen Hängesystem und Zimmerwand anzubringen. Je nach System besteht diese Trennwand aus unterschiedlichen Materialien, wie zum Beispiel Kunststoff. Diese Trennschicht schützt zusätzlich vor Staunässe, Schwitzwasser und Schimmelbildung. 


Wen man Lust bekommen hat eine größere Wandfläche zu bepflanzen, empfiehlt die Seite sich an einen Profi zu wenden.
Eine Alternative sind Systeme, die man selbst installieren und bepflanzen kann. Diese gibt es in vielen Baumärkten zu kaufen. Kleinere Flächen in der Wohnung lassen sich auf diese Art einfach begrünen. 
Aber man kann auch als Nicht-Profi mit dieser Methode im kleineren Format seine eigenen vier Wände begrünen. Denn mit Bilderrahmen oder Sprossenfenstern lassen sich grüne Wände im Kleinformat anfertigen. 

Eine ebenfalls wichtige Frage die man sich an dieser Stelle stellen muss, ist welche Vor und Nachteile solch eine "lebende" Wand hat.

Die Farbe an sich soll ja eine beruhigende Eigenschaft haben. Grün soll entspannend wirken und Konzentrationsfördernd sein (ich glaube ich streiche meine Wände in meiner Klausurenphase grün) 

"Pflanzen reichern die Luft mit Sauerstoff an und filtern Feinstaub und Schadstoffe heraus. Eine Studie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zeigt, dass eine vertikale Wandbegrünung den Schadstoffgehalt in der Luft um bis zu 30 Prozent reduzieren kann. Die von den Blättern abgegebene Feuchtigkeit verbessert die Raumluft. Dies ist vor allem während der Heizperiode von Vorteil, wenn die Luft in Wohnräumen besonders trocken ist. Dadurch verursachte Augenreizungen und Kopfschmerzen können so vermieden werden. Bei großflächigeren Wandbegrünungen verbessert sich die Akustik und es hallt nicht mehr so sehr." 

Was ich gut an dieser Seite finde, dass auch die Nachteile aufgeführt werden. Zum einen ist es der hohe Aufwand den man in Kauf nehmen muss, sowie die höheren Kosten, die durch die technischen Voraussetzungen verursacht werden. Es muss eventuell eine automatischen Bewässerungsanlage gekauft werden. Da den Pflanzen nur wenig nährstoffreicher Boden zur Verfügung steht, müssen sie öfter gedüngt werden und es besteht die Gefahr von Schimmelbildung durch Staunässe, wenn die Dämmschicht nicht richtig angebracht ist. Auch die Wahl der Pflanzen ist von Großer Bedeutung, nicht alle Pflanzen sind für solch ein Projekt geeignet, besonders die anspruchsvollen. Aber mit verschiedenen Moosen, Sukkulenten, Farnen sowie Kräutern ist man immer auf der richtigen Seite.

Und nun zum DIY Bilder Rahmen:

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Alle Bilder : luna-see.com

Am Besten nimmt man hierfür Sukkulenten, da sie als Durstkünstler längere Trockenphasen gewöhnt sind. Sie speichern Wasser in ihren fleischigen Blättern, Wurzeln oder Stämmen. Daher genügt es, die Pflanzen etwa ein Mal pro Monat mit einem Wasserzerstäuber zu besprühen. Es gilt: Lieber zu wenig gießen als zu viel. Darüber hinaus bevorzugen Sukkulenten einen hellen, sonnigen Standort.

1. Zuerst wird Maschendrahtzaun in den Rahmen geklemmt
2.Mit den Kanthölzern wird der Rahmen vertieft, damit Moos und Erde Platz finden.
3. Das Moos verhindert das herausrieseln der Erde.
4. Die Sukkulenten_erde wird auf dem Moos verteilt.
5. Anschließend wird die Rückseite verschlossen.
6. Nun kann man die Sukkulenten in den präparierten Bilderrahmen einpflanzen.

Falls ihr von der Idee genauso begeistert seid wie ich, dann schaut mal auf der Seite nach. Dort findet ihr viel ausführlichere Informationen zum Projekt, sowie weitere DIY Ideen.




Kommentare:

  1. koole idee, so als frische alternative zum stinknormalen bilderrahmen an der wand :)

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© Fräulein Medea Maira Gall.