Old English Interior.

Mittwoch, 6. Mai 2015


Lederne Chesterfield Sofas, ein Ohrensessel vor dem Kamin, dunkelgrüne Wände mit Holzvertäfelung, gut bestückte Bücherschränke, ein Sekretäre in der Ecke, Tweed und Karo: Wer sich im Englischen Stil einrichtet, der wird in seinen eigenen vier Wänden stets ein warmes und gemütliches Ambiente haben.

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Eine Vorliebe für natürliche Materialien, wie dunkles schweres Holz und robustes Leder muss gegeben sein und tut sich nicht nur als Herrenzimmer gut. Denn im Gegensatz zum Damensalon war im Herrenzimmer kein Platz für helle Farben und zierliche Formen.
Vorhangstoffe und Kissen, mal bunt geblümt mal dunkel gestreift oder kariert, sorgen für Wohnlichkeit. Und wenn dies einem noch nicht reicht, kann man auch im Badezimmer diesen Stil fortsetzen. Nostalgische Armaturen, liebevoll bemalten Fliesen und Waschtische aus altem Porzellan runden das Bild ab, welches man bereits in den Wohnräumen auffinden konnte. Wer sich ein wenig mit Einrichtungsgeschichte auskennt, dem werden Namen wie Thomas Chippendale oder Robert Adam nicht fremd sein. 


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Zum englischen Einrichtungsstil ist das klassische Chesterfield Sofa nicht wegzudenken. Mit solch einer Garnitur wird wirklich jeden Wohnraum aufgewertet und verwandelt Haus oder Wohnung in ein repräsentatives Domizil, welches bei gutem Licht auch super als Shooting-Accessoire benutzt werden sollte. Chesterfield Ledersofas oder Sessel blicken auf eine lange Tradition, bis ins Jahr 1770, zurück, wo Robert Adam den 4. Earl von Chesterfield, Philip Dormer Stanhope beauftragte ein Sofa zu entwerfen, das einen aufrechten Sitz und dennoch größte Bequemlichkeit bietet. Und ja, ich besitze auch ein solches Sofa und es wird mich vermutlich bis zu meinem Lebensende begleiten. Zumindest war es mein 18. Geburtstagsgeschenk und begleitet mich seitdem in jede neue Wohnung, seit mittlerweile 10 Jahren. 

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Auch wenn dieser Einrichtungsstil mit seiner dunklen Ausstrahlung eher dem männlichen Herrenzimmer-Charakter anspricht, so empfinde ich die Erdtöne als sehr beruhigend und durchaus anwendbar im eigenen Wohnzimmer. Aber ein Stilmix ist in dieser Hinsicht ja auch immer möglich, wenn es einem dann doch etwas zu urig vorkommt. Eine recht große Auswahl an Chesterfield Sofas und Sesseln findet man online zur Genüge. Und es muss ja nicht unbedingt immer Leder sein. Wer es dann doch moderner mag, kann seine Garnitur auch aus Stoff oder Samt holen. In seiner Lieblingsfarbe.
 

Ich habe genaue Vorstellungen wie mein zukünftiges Wohnzimmer aussehen wird. Doch habe ich den Ansporn es nicht so sehr zuzustellen und mich mehr dem Minimalismus zuzuwenden, damit einzelne Möbelstücke umso mehr zur Geltung kommen. Durch meinen Umzug in eine kleinere Wohnung, musste ich mich ohnehin notgedrungen vom Überflüssigen trennen, so dass bereits der Umzug in eine Zwei-Zimmer Wohnung mit meinen vorhandenen Möbelstücken nicht überladen wirken wird.


Habt ihr einen bevorzugten Einrichtungsstil? Oder tendiert ihr doch zum Stilmix?


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© Fräulein Medea Maira Gall.