Lace.

Donnerstag, 13. November 2014



"Spitzen sind durchbrochene, verzierte Textilien; zu ihrer Herstellung wird Garn in Schlaufen um sich selbst gelegt, verzwirnt oder verdreht. heute verwendet man für Spitze Baumwolle, Seide, Wolle, Rayon, Leinen, Nylon und andere Chemiefasern.
Erste kunstvolle Spitzenstickereien mit Blumen-, Schnörkel-, und Figurenmustern auf einer Fadengespinstbasis entstanden im 16. Jahrhundert. Im 17. und 18. Jahrhundert entwickelte man sie zur Perfektion. Zur manuellen Produktion von Spitzen gibt es zwei Grundverfahren: 
Nadelspitzen- und Klöppeltechnik. 
Das im 16. Jahrhundert in Venedig erfundene Nadelspitzenverfahren, also Spitzenherstellung ohne Grundstoff nur mit einer Nadel, nannte man auch Punto in Aria ( Stickerei in der Luft). Ungefähr gleichzeitig entwickelte sich in Flandern und Nordfrankreich die Klöppeltechnik und gewann an Beliebtheit. Dabei wurden Spitzen mit Nadeln und Spulen (Klöppeln) auf Klöppelkissen hergestellt. Diese beiden anspruchsvollen Handwerkstechniken wurden inzwischen mit modernen maschinellen Herstellungsverfahren kopiert. 

In der Renaissance expandierte die Spitzenproduktion schnell; Spitze war so kostbar, dass normale Venezianer sie nicht tragen durften und die gesamte Produktion der hohen Gewinne wegen ausgeführt wurde. Frankreich förderte die eigene Spitzenherstellung und ermutigte italienische Spitzenhersteller, ins Land zu kommen und ihre Kunst an Arbeiter in Alencon und anderen Städten weiterzuvermitelln. Die Spitzenproduktion verbreitete sich in ganz Europa aus und verschiedene Herstellungsorte versuchten mit innovativen Mustern ihre eigene Identität aufzubauen und marktführend zu werden. Viele inzwischen maschinell hergestellten Spitzenarten bezeichnet man immer noch nach den ursprünglichen Produktionszentren wie Venedig, Burano, Alencon, Chantilly, Valenciennes, Brüssel, Brügge etc. Maschinell produziert man Spitze inzwischen in vielen Teilen der Welt, wobei etliche historische Herstellungsstandorte, die ihre Produktion schon früh mechanisierten, ihr hohes Qualitätsniveau bis heute halten konnten, wie Calais in Frankreich und Nottingham in England."

Soweit eine kleine Übersicht über die Geschichte und Herstellungsarten von Spitze. 

Heute möchte ich euch eine kleine DIY Idee vorstellen, die nur indirekt mit Spitze zu tun hat. Es handelt sich nämlich auf Papier aufgedruckte Spitze, die man als Geschenkverpackung benutzen kann, oder wie ich, eine kleine DIY Idee draus machen kann:

Einen Schutzumschlag fürs Lieblingsbuch.

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Man legt das Buch geöffnet auf die Rückseite des Papiers und schneidet es entlang der Kanten ca 5 cm größer aus, da man dieses Stück dann umschlägt und mit dem Masking Tape beklebt.
Das praktische an den Reispapierröllchen ist die Tatsache, dass sie wieder problemlos abgemacht werden können im Gegensatz zum Tesafilm, was ich ganz praktisch finde, wenn ich den Umschlag wechseln möchte, oder das Papier doch für etwas anderes benutzen möchte.

Gefunden habe ich diese tolle Geschenkpapier beim Kölner Museumsshop Cedon, nämlich hier. Das Papier entstammt aus einem Set von Pepin Press, welches 12 hochwertige Geschenkpapiere im Großformat enthält. Diese können einfach entlang einer perforierten Linie aus den Büchern entnommen werden. Ich habe für meinen Schutzumschlag gerade mal 1/4 des 50 cm x 70 cm großen Blattes gebraucht.

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Und wenn man das Buch verschenken möchte, kann man es ganz einfach mit einem Band umwickeln und schon hat man ein schön eingepacktes Geschenk für den Liebsten, ohne das man das schöne Geschenkpapier wegwerfen muss.







1 Kommentar:

  1. Sieht das toll aus! Die Idee ist der Hammer und wird bestimmt kurz vor Weihnachten bei mir nochmal ausgepackt.. ♥

    Liebst,
    Tamara

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© Fräulein Medea Maira Gall.